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Übersicht
Die Vorbereitungen
Die Anreise
Erste Eindrücke
Im Krankenhaus
Die Tierwelt Afrikas
Die Flying Doctors
In der "Casualty"
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Im Krankenhaus
Das
Wentworth Hospital war in den fünfziger Jahren als Militärhospital
gegründet worden. Pavillons in Viererreihen angeordnet und von A-D,
bzw. 1-4 durchnummeriert zeugen schon nach aussen hin von einem gewissen
Ordnungssinn, der sich in vielen Details noch bestätigen soll. Zwei
Neubauten,
die die Technik und den Zentral-OP ("Main Theater") beinhalten
und außerdem als "Out-Patients-Ward" (Poliklinik) dienen,
ergänzen das Ganze.
Die
Herzchirurgen haben ihre beiden OPs im selben Gebäude, wie die Kardiochirugische
Station, während die Thoraxchirurgen einen Saal im Main Theater belegen.
Was
man hier an Krankeheitsbildern zu sehen bekommt, ist schon in sofern beeindruckend,
als dass die Patienten hier erst ins Krankenhaus kommen, wenn sie WIRKLICH
krank sind. Tumoren sind nach aussen sichtbar und Tuberkulose und Bronchial-Ca
fallen duch Bluthusten auf. In der Cardiochirugie werden Fallot-Tetralogien
(TOF = Tetralogy of Fallot), Gefäßtranspositionen (DORV = Double
Outlet Right Ventrikel), gedoppelte Ventrikel und Herzen mit nur einem
Ventrikel operiert. Natürlich auch täglich ein bis zwei ACVBs
(CABG = Coronary Arterial Bypass Graft).
Tuberkulose
ist hier meißt nur eine Nebendiagnose. An einem Tag in der Outpatient-Ward
haben wir mehr verschiedene Erscheinungsbilder der Lungentuberkulose gesehen,
als im gesamten Studium zuvor. Auch die Diagnose "HIV-positiv"
ist hier standard. Manche sagen, dass bis zu 50% der Patienten, die zur
Aufnahme kommen, HIV infiziert sind. Erschreckend die Anzahl der Kinder,
von denen man weiß, dass sie noch vor einigen Jahren HIV-negativ
waren und die jetzt infiziert sind.
Für
die hohe Anzahl der infizierten gibt es hier mehrere Gründe. Zum
einen hat der Präsident Südafrikas im Januar 2000 auf einer
Rede auf dem AIDS-Kongress hier in Durban geleugnet, dass die HIV-Infektion
etwas mit AIDS zu tun habe. Zum anderen haben die "Witch-Doctors"
hier unter der Landbevölkerung noch viel zu sagen. Diese Witch-Doctors
erzählen den HIV-Infizierten angeblich, dass man geheilt werden würde,
wenn man mit einer Jungfrau schläft. Die Zahl der Vergewaltigungen
unter der schwarzen Bevölkerung ist immens hoch.
Sehr ausführliche
Informationen zum Thema AIDS in Afrika findet man übrigens bei Yahoo!
Im März
2001 haben 39 pharmazeutische Firmen die Südafrikanische Regierung
verklagt um zu verhindern, dass diese Medikamente als sogenannte Generica
(Markenmedikamenten nachgeahmte, pharmakologisch identische Medikamente,
die zu wesentlich niedrigeren Preisen angeboten werden) einkauft, um so
in der Lage zu sein, den großen Bedarf an HIV-Medikamenten in Südafrika
zu decken. Die Organisation "Medecins
sans frontieres" (Ärzte ohne Grenzen) fordert auf ihren
Internetseiten dazu auf, eine Petition an diese Unternehmen zu
unterschreiben, in der diese Unternehmen aufgefordert werden, diese Klage
zurückzuziehen (Diese Aktion ist inzwischen beendet).
Für
uns war der Aufenthalt im Wentworth relativ unbefriedigend, weil wir die
ganze Zeit nur zugeschaut haben. Um ein wenig mehr eigene Erfahrung zu
sammeln haben wir uns für die letzten zwei Wochen unseres PJ in Afrika
ins King Edward Hospital in die Casualty versetzen lassen...

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